Das fruchtbare Wiesental erstreckt sich vom Angelweiher des ASV Altenkirchen bis zur Frankfurter Straße kurz vorm Ortseingang von Michelbach und war einst die grüne Wiese der Kreisstadt.
Das Wiesental ist als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen und folgt dem Fluss Wied, der sich im Wiesental in Millionen von Jahren ein idyllisches Flussbett gegraben hat.
Landwirtschaftlich wurde das Wiesental zur Viehbeweidung und zur Heuernte genutzt. Durch die regelmäßigen Überflutungen des Wiesentals bei den Hochwassern der Wied werden die Wiesen auch heute noch natürlich gedüngt. Als Ergebnis erhält man eine üppig bewachsene und nahrhafte Wiesenfläche, die im damals von der Landwirtschaft geprägten Altenkirchen begehrt war.
Das Wiesental ist Heimat vieler Insekten und Säugetiere, wie sie an Bachauen vorkommen.
1945 wurde das Wiesental, nur wenige Wochen vor Beendigung des zweiten Weltkriegs, durch Bombenangriffe komplett zerstört. Die meisten Bomben, die der Bombardierung der Stadt gelten sollten, landeten damals im Wiesental und pflügten die Wiesenflächen regelrecht um. Erst in den 60er Jahren wurden die Bombentrichter eingeebnet und das Wiesental wieder in seine ursprüngliche Form versetzt.
Heute nutzen nicht nur die Altenkirchener Bürger das Wiesental als Erholungsfläche für Spaziergänge und ausgedehnte Wanderungen. Der entlang des Wiesentals führende Wiedradweg verläuft auf 99 Kilometern Länge durch das Flusstal der Wied, beginnend an der Westerwälder Seenplatte bis zur Stadt Neuwied, wo die Wied in den Rhein mündet.





